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Die 10 besten Skigebiete in den Portes du Soleil

Die Portes du Soleil bilden eines der größten zusammenhängenden Skigebiete der Welt: Zwölf Ortschaften, 600 Pistenkilometer und rund 200 Lifte erstrecken sich beidseits der französisch-schweizerischen Grenze zwischen Morzine und Champéry. Das Gebiet liegt auf mittlerer Höhe — die meisten Dörfer zwischen 1000 und 1800 Metern — was bedeutet, dass Schneesicherheit nicht selbstverständlich ist. Wer die Portes du Soleil kennt, weiß: Früh- und Hochwinter sind Gold wert, März und April dagegen riskant. Dafür entschädigen Weite, Abwechslung und die einzigartige Möglichkeit, per Ski von Frankreich in die Schweiz und zurück zu fahren. Öffne die Karte, um alle verbundenen Gebiete zu erkunden.

1. Avoriaz, Haute-Savoie

Avoriaz thront auf 1800 Metern Höhe als einziges echtes Höhenresort der Portes du Soleil. Das autofreie Dorf wurde in den 1960er-Jahren als Zukunftsvision gebaut und wirkt mit seinen schroffen Holzfassaden noch immer eigenartig zeitlos. Das Skigebiet reicht auf knapp 2300 Meter hinauf und bietet über 50 Pisten mit direktem Anschluss ans Gesamtnetz. Das Terrain de l'Arare und die Combe du Machon liefern anspruchsvolles Gelände für Fortgeschrittene, während der Snowpark Stash — eingebettet in echten Wald — weltweit Maßstäbe setzt. Schneetechnisch profitiert Avoriaz von seiner Höhenlage: Selbst in schneearmen Wintern liegt hier oft noch Piste. Anfänger und Familien finden breite, gut präparierte Hänge direkt vor den Unterkünften. Anreise über Morzine oder direkt per Kabinenbahn vom Tal.

2. Morzine, Haute-Savoie

Morzine ist das lebhafteste Dorf der Portes du Soleil und für viele der natürliche Ausgangspunkt der Region. Es liegt auf 1000 Metern Höhe, weshalb Schnee direkt im Ort nicht immer garantiert ist — doch per Gondel ist Avoriaz in wenigen Minuten erreichbar. Das eigene Skigebiet bietet rund 30 Pisten, darunter breite rote Hänge am Pleney und ruhigere Zonen am Les Lindarets, dem sogenannten Ziegenpark. Morzine ist seit Jahrzehnten ein Ziel für britische Wintersportler und bietet entsprechend gute Infrastruktur, lebhafte Apres-Ski-Szene und zahlreiche Chalets. Die Verbindung nach Les Gets erfolgt über einen Sattel ohne Lift, der zu Fuß oder per Taxi überbrückt wird.

3. Les Gets, Haute-Savoie

Les Gets ist der familiärste der großen Orte in der Region. Das Dorf auf 1172 Metern besitzt ein eigenständiges Skigebiet mit 120 Pistenkilometern, das von Avoriaz aus ohne Schwierigkeit erreichbar ist. Die Mont Chéry-Seite bietet herrliche Tiefschneeoptionen abseits des Trubels, während die Chavannes-Seite mit breiten, gut gesicherten Pisten ideal für Einsteiger ist. Les Gets hat eine authentische savoyardische Altstadt mit Steinkirche und echten Dorfläden — keine reine Skifabrik. Snowboarder schätzen den lokalen Snowpark. Die Höhenlage begrenzt die Schneesicherheit ähnlich wie in Morzine; früher Saisonbeginn empfiehlt sich.

4. Châtel, Haute-Savoie

Châtel liegt am Ende des Abondance-Tals auf rund 1200 Metern und markiert den östlichen Zipfel des französischen Teils der Portes du Soleil. Das Skigebiet ist über die Linga- und Pré-la-Joux-Sektoren direkt mit Avoriaz verbunden und erschließt im Superskiregion-Pass auch die Schweizer Seite. Châtel ist weniger überlaufen als Morzine und bietet ein entspannteres Ambiente mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die roten Abfahrten vom Morclan hinunter ins Dorf gehören zu den schönsten der ganzen Region. Für Freeride-Enthusiasten lohnt sich die etwas versteckte Zone hinter dem Chaux Fleurie.

5. Champéry, Wallis

Champéry ist das Flaggschiff des Schweizer Teils der Portes du Soleil, ein elegantes Bergdorf auf 1050 Metern im Kanton Wallis. Von hier aus ist die Champoussin-Seite zugänglich sowie — über die legendäre Chavanette — das berühmteste schwarze Gelände der gesamten Region: Der Swiss Wall, eine extrem steile, ungesicherte Abfahrt, die bei hartem Schnee selbst erfahrene Skifahrer vor echte Herausforderungen stellt. Champéry hat traditionellen Schweizer Charme, ein historisches Bahnhofgebäude und eine deutlich ruhigere Atmosphäre als die französischen Pendants. Die Zugverbindung aus dem Rhonetal macht es gut erreichbar.

6. Morgins, Wallis

Morgins liegt auf 1350 Metern direkt an der Grenze zu Frankreich und ist der entspannteste aller Schweizer Teilorte. Das Skigebiet ist überschaubar, aber für Anfänger und ruhesuchende Familien ideal. Direkte Pisten führen nach Châtel, sodass der Anschluss ans Großgebiet unkompliziert ist. Die Schneelage ist stabiler als in den tieferen Orten, und die Immobilienpreise liegen deutlich unter dem Niveau der benachbarten Walliser Prominenzorte. Wer die Portes du Soleil ohne Menschenmassen erleben möchte, ist in Morgins gut aufgehoben.

7. Les Crosets, Wallis

Les Crosets ist kaum mehr als ein Weiler auf 1660 Metern — aber ein strategisch brillant gelegener. Das kleine Dorf hat direkten Zugang zur Champoussin-Hochfläche und von dort zu den besten Tiefschneefeldern auf der Schweizer Seite. Die Abfahrten hinunter nach Champéry sind lang, abwechslungsreich und bei gutem Schnee ein Genuss. Wer das volle Portes-du-Soleil-Erlebnis bei moderatem Budget sucht, findet in Les Crosets und dem nahegelegenen Champoussin solide Unterkunftsmöglichkeiten.

8. Abondance, Haute-Savoie

Abondance ist eines der ältesten Dörfer des Tals, bekannt für seinen mittelalterlichen Klosterkreuzgang und den gleichnamigen Käse. Skitechnisch spielt das Dorf in der zweiten Liga — der lokale Hang ist bescheiden — aber es liegt direkt auf der Route nach Châtel und bietet echtes savoyardisches Dorfleben abseits der Touristenzentren. Für Skifahrer, die morgens ins Große fahren und abends in echter Umgebung essen möchten, ist Abondance eine interessante Basis.

9. Saint-Jean-d'Aulps, Haute-Savoie

Saint-Jean-d'Aulps betreibt das kleine, aber feine Skigebiet La Grande Terche auf 1830 Meter Gipfelhöhe. Mit über 30 Pistenkilometern auf eigenem Gebiet ist es für ein Ausweichziel überraschend abwechslungsreich, und die Lifte sind kaum je überfüllt. Das Gebiet ist nicht direkt mit den Portes du Soleil verbunden, aber per Bus schnell in Morzine. Es eignet sich hervorragend für einen ruhigen Zwischentag oder als günstigere Unterkunftsbasis.

10. Torgon, Wallis

Torgon schließt die Portes du Soleil nach Osten ab — ein kleines Walliser Dorf auf 1100 Metern mit Liftanschluss ans Verbier-unabhängige Teilgebiet der Superskiregion. Die Verbindung über Morgins ins Hauptgebiet funktioniert gut, und Torgon hat einen loyalen Schweizer Stammpublikum, das die Ruhe und die kurzen Warteschlangen schätzt. Die Pisten sind überwiegend blau und rot, ideal für Familien mit wachsenden Skifahrern.


Die Portes du Soleil sind von Genf aus in rund 75 Minuten erreichbar — einer der kürzesten Transferwege für ein Gebiet dieser Größe. Die Hauptsaison läuft von Mitte Dezember bis Anfang April, wobei Januar und Februar die besten Schneebedingungen bieten. Der Forfait Portes du Soleil gilt in allen zwölf Verbundorten auf beiden Seiten der Grenze. Wer das Gebiet wirklich ausreizen möchte, plant mindestens eine Woche ein — und nutzt die interaktive Karte, um den nächsten Tagesziel im voraus zu planen.