← Zurück zum Blog

Skisaison rund um die Welt: Ein Monatsführer

Oktober und November: Der Saisonstart

Wenn der Oktober in den Alpen beginnt, öffnen die ersten Gletscher. Sölden in den Ötztalern startet traditionell den Weltcup mit Riesenslalom auf dem Rettenbachgletscher auf über 3.000 Metern Höhe. Zermatt fährt auf dem Kleinen Matterhorn, Saas-Fee im Wallis, und in Österreich bieten Hintertux und der Kaunertal ganzjährig Schnee. Diese frühen Öffnungen richten sich an Rennläufer, ernsthafte Skifahrer und alle, die nach einem langen Sommer die erste Schwingung suchen.

In Nordamerika öffnet der Oktober in höheren Lagen: A-Basin in Colorado nutzt seine Lage auf über 3.800 Metern, um zu den Ersten zu gehören. Mammoth Mountain in Kalifornien, Whistler Blackcomb in British Columbia und einige Utah-Gebiete folgen im November. In Japan beginnt die Saison auf Hokkaido — Niseko, Furano und Rusutsu empfangen ab Dezember die ersten ernsthaften Schneefälle, aber die Infrastruktur läuft bereits an.

Dezember: Hochsaison beginnt

Dezember ist der Monat, in dem Europa vollständig aufmacht. Val d'Isère und Tignes in den französischen Alpen, Verbier und St. Moritz in der Schweiz, Lech-Zürs, Ischgl und Kitzbühel in Österreich — all diese Klassiker sind in der Regel zur ersten Dezemberwoche vollständig in Betrieb. Die Schneesicherheit variiert je nach Jahr stark; ein warmer Dezember lässt manche Talabfahrten auf Kunstschnee angewiesen zurück, während gute Naturschneejahre mit bis zu zwei Metern Neuschnee im Dezember auftrumpfen.

In Japan erreicht Hokkaido seinen Scheitelpunkt der Schneefälle: Niseko United mit seinen vier verknüpften Gebieten — Grand Hirafu, Hanazono, Niseko Village, Annupuri — empfängt bis zu 15 Meter Schnee pro Saison, mehr als die meisten Alpenorte. Der Powder aus dem Japanischen Meer ist trocken und leicht, legendär unter Tiefschneefahrern aus aller Welt.

Januar und Februar: Hochsaison weltweit

Für die Alpen und Nordamerika sind Januar und Februar die stärksten Schneemonate. Colorado-Gebiete wie Vail, Telluride, Aspen Snowmass und Steamboat erreichen ihre beste Tiefschneesaison. Jackson Hole in Wyoming profitiert von stabilen arktischen Luftmassen, die trockenen Schnee aus dem Norden bringen. In Utah sorgt die Geografie des Wasatch-Gebirges für den sogenannten Greatest Snow on Earth — Salt Lake City liegt auf 1.280 Metern, und die Gebiete Alta, Snowbird, Park City und Deer Valley sind vom Flughafen aus in unter einer Stunde erreichbar.

In den Anden läuft die Saison gegenphasig zur Nordhalbkugel. Für Südamerika sind Juli und August die Hochsaison, aber Januar und Februar gehören zum Sommer. Jedoch bieten Gletscher wie Las Leñas in Argentinien oder Valle Nevado in Chile durch ihre extreme Höhe von über 3.000 Metern auch im südlichen Sommer gelegentliche Schneeoptionen — wenngleich unzuverlässig.

Im Himalaya beginnt die Saison in Indien: Gulmarg in Kaschmir, auf knapp 2.700 Metern gelegen, empfängt von Januar bis März bis zu vier Meter Schnee. Das Angebot an markierten Pisten ist begrenzt — Gondola, ein kurzer Sessellift und ausgedehnte Off-Piste-Hänge für Heliski-Operationen, die von erfahrenen Gruppen genutzt werden.

März: Frühjahrsskifahren in Europa

März ist in den Alpen ein Übergangmonat. In den großen, hochgelegenen Gebieten — Cervinia auf 3.480 Metern, Val Thorens auf 3.200 Metern, Obergurgl auf 3.080 Metern — sind die Schneeverhältnisse im März oft die besten des Winters: konsolidierter Schnee, feste Pisten am Morgen und weicher Sulzschnee am Nachmittag. Die Tage werden länger, die Sonne stärker. Skifahrer, die im März fahren, verbringen lange Mittagspausen in der Sonne und fahren erst in der Kühle des frühen Morgens und des späten Nachmittags die besten Pisten.

In den Rocky Mountains ist März die Hochsaison für Frühjahrspulverschnee: Spätsaisonale Schneefälle kombiniert mit kälteren Nächten und wärmeren Tagen schaffen hervorragende Bedingungen, insbesondere an Nordhängen.

April und Mai: Letzte Hochburgen

Im April schließen die meisten mittelgroßen Skigebiete. Die Überlebenden sind Gletscher: Val d'Isère und Tignes fahren bis Ende April, Cervinia und Zermatt bis in den Mai. In Österreich bleibt der Hintertuxer Gletscher als einziges Gebiet das ganze Jahr offen. Auf der Südhalbkugel öffnen im Juli die großen südamerikanischen Gebiete — Portillo in Chile auf 2.880 Metern, Cerro Catedral bei Bariloche, Chapelco bei San Martín de los Andes — und die neuseeländischen Gebiete Coronet Peak, The Remarkables und Cardrona.

Die weltweite Gesamtschau zeigt, dass für eingefleischte Skifahrer theoretisch keine Skisommerpause nötig ist: Auf irgeneinem Kontinent schneit es immer gerade. Die interaktive Karte hilft, das aktuelle globale Angebot auf einen Blick zu erfassen und das nächste Skigebiet der Wahl zu finden.